Im Mittelpunkt der Arbeit des „Löwenzahn“ Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e.V. steht die Begleitung trauernder Kinder, Jugendlicher und deren Angehörigen in Hannover und Umgebung. Wir arbeiten gemeinnützig, unabhängig und überkonfessionell.

Mit unserer Öffentlichkeitsarbeit werben wir für die Wahrnehmung und Anerkennung der Trauer von Kindern und Jugendlichen in der Gesellschaft. Das „Löwenzahn“ Zentrum pflegt Vernetzungen mit verschiedensten Institutionen. Die jeweiligen Kontakte sind geprägt von gegenseitiger fachkundiger Beratung und einem offenen, vertrauensvollen Austausch. Wir grenzen uns mit unserem Angebot der Trauerbegleitung bewusst von  therapeutischen Ansätzen ab. Wir vermitteln Kinder und Jugendliche, mit einem über die Begleitung hinaus gehendem Bedarf, an Institutionen mit therapeutischem Angebot. Ein weiterer Bereich unserer Arbeit ist die Beratung und Unterstützung von Menschen, die im beruflichen Umfeld in Kontakt mit trauernden Kindern und Jugendlichen stehen.

Unser Umgang mit den betroffenen Kindern und Jugendlichen, sowie deren Angehörigen ist geprägt von Offenheit, Respekt, Wertschätzung, Toleranz und der Achtung ihrer Persönlichkeit und ihres individuellen Schicksals.

Um Raum zu schaffen für einen offenen Umgang mit Ängsten, Sorgen und belastenden Gefühlen, gewährleisten wir ein hohes Maß an Verlässlichkeit, Sicherheit und absolute Vertraulichkeit.

Eine besondere Bedeutung in der Begleitung der trauernden Kinder und Jugendlichen und deren Angehörigen hat die Entdeckung, Nutzung und Weiterentwicklung von individuellen Ressourcen im Hinblick auf die Gestaltung ihrer Zukunft. Wir eröffnen den Kindern und Jugendlichen bewusst den Raum für positive Gefühle und Bereiche außerhalb ihrer Trauer.

Im Rahmen der Trauerbegleitung orientieren wir uns sowohl in der Dauer als auch in ihrer Art und Weise am individuellen Bedarf, sowie am  Alters- und Entwicklungsstand jedes Einzelnen.

Eine große Bedeutung hat für uns der Austausch der trauernden Kinder und Jugendlichen untereinander. Er ist ein wichtiges Element zur Stärkung der Selbstwahrnehmung und Orientierung im Trauerprozess.

Dem systemischen Ansatz folgend, berücksichtigen wir die sozialen Beziehungen der trauernden Kinder und Jugendlichen und unterstützen ihre Familien sowie ihr soziales Umfeld begleitend und beratend. Je nach Bedarf und Wunsch der Kinder und Jugendlichen beziehen wir ihre Eltern aktiv in unsere Arbeit mit ein. Grundsätzlich behandeln wir alles, was uns die Kinder und Jugendlichen anvertrauen, auch ihren Angehörigen gegenüber vertraulich.

Im Team überprüfen wir regelmäßig unser bestehendes Angebot und sind offen für neue Ideen und Weiterentwicklung.

Die regelmäßige Schulung und Fortbildung aller Mitarbeiter, der regelmäßige fachliche Austausch und Maßnahmen der Psychohygiene für alle Mitarbeiter sind für uns von großer Bedeutung.

Zur Gewährleistung und Qualitätssicherung einer professionellen Trauerbegleitung gehört neben dem nötigen Fachwissen und der Handlungskompetenz auch ein effektiver Selbstschutz des Einzelnen und die gegenseitige Aufmerksamkeit und Wertschätzung aller Mitarbeiter im Team.

 

Die Vision unserer Arbeit

Das Team des „Löwenzahn“ Zentrum möchte Kinder und Jugendliche, die durch den Tod eines nahestehenden Menschen einen schweren Schicksalsschlag erlitten haben, ein Stück auf ihrem persönlichen Trauerweg begleiten.

Die Vision unserer Arbeit ist, die Betroffenen in ihrer Einzigartigkeit wahrzunehmen, liebevoll und achtsam zu begleiten und individuell zu stärken.

Unser Ziel ist, trauernde Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, dem Verstorbenen  einen neuen Platz in ihrem Leben zu geben und mit einem gestärkten Selbstbewusstsein, Mut und  Lebensfreude selbständig ihren eigenen Weg zu gehen.

Durch die Anregung zur gegenseitigen Unterstützung und zum bewussten Denken und Handeln, möchten wir zu einer positiven Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen beitragen.

Den Charakter unserer Arbeit sehen wir durchaus als präventiv.

Wir möchten Entwicklungsverzögerungen oder -rückschritten sowie seelischen, geistigen und körperlichen Leiden, die durch eine nicht verarbeitete Trauer entstehen können, vorbeugen.