Im Löwenzahn Zentrum begleiten wir zwischen 60 und 70 trauernde Kinder und Jugendliche in unseren Gruppen. Ca. 20 % der Betroffenen sind vom Suizid eines Angehörigen oder nahestehenden Menschen betroffen. Zudem nutzen zunehmend Familien als Angehörige um Suizid unser Angebot der Beratung.

Ist ein naher Mensch aus dem Umfeld von Kindern und Jugendlichen durch Suizid gestorben, kommen zu der Trauer über den plötzlichen Verlust viele andere Gefühle und Gedanken dazu. Verschwiegenheit, Schuldzuweisungen an sich selbst, an andere und an den verstorbenen Menschen, absolutes Unverständnis, ausweichende Antworten, innere Bilder der Todesursache, Schock, Wut, Kränkung – mit all dem fühlen Kinder und Jugendliche sich oft überwältigt und Begleitende stehen vor einer große Herausforderung. Sage ich die Wahrheit – und wie geht das? Können Kinder und Jugendliche mit einer solchen Information umgehen? Was brauchen sie in ihrem Umfeld? Welche Unterstützung brauchen die, die diese Kinder und Jugendlichen begleiten?

Um unser vorhandenes Wissen und Verständnis in Bezug auf den Suizid zu vertiefen und neue Handlungsstrategien und Ideen für die Begleitung von betroffenen Kindern und Jugendlichen zu entwickeln, hat sich unser gesamtes Team, bestehend aus sechs Hautamtlichen und 14 ehrenamtlichen Mitarbeitern, im März im Rahmen einer Fortbildung einen Tag lang dem Thema Suizid gewidmet.

Als Dozentin konnten wir Frau Maria Traut, Trauerbegleiterin und Heilpädagogin aus Hamburg, gewinnen.

Sie ist seit 2002  in der Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher u.a. bei HerzLicht, Hospiz-Gruppe Stade e.V. und Hamburger Zentrum für Kinder und Jugendliche in Trauer e.V. tätig und seit 2008 Leitung des Jugendworkshops bei AGUS e.V. (Angehörige um Suizid).

Wir wurden in unserer bisherigen Arbeit bestärkt und haben einen bunten Strauß wertvoller Ideen mitgenommen, die wir zukünftig gerne nutzen.

 

Blumenstrauß